Überflutung ist nicht gleich Überschwemmung

Steht der Keller nach Starkregen unter Wasser gibt es oft die böse Überraschung, daß derartige Schäden über die „normale“ Gebäudeversicherung nicht abgedeckt sind. Hierzu bedarf es der zusätzlichen Versicherung sogenannter Elementarschäden.
Nach der Rechtsprechung der Obergerichte liegt eine Überschwemmung im Sinne der Versicherungsbedingungen aber nur vor, wenn eine Wasseransammlung auf dem Grundstück dazu führt, daß Wasser ins Gebäude eindringt. Es reicht nicht aus, daß Wasser durch eine abschüssige Zufahrt in die Tiefgarage läuft, oder beispielsweise von der Straße durch die Kellertür fließt. ( OLG Oldenburg, Beschl. vom 20.10.2011, Az.: 5 U 160/11; OLG Karlsruhe, 20.09.2011, Az.: 12 U 92/11)
Das erfordert vom Versicherten im Schadenfall den Schadenhergang sorgfältig zu dokumentieren und Ansamlung und Wasserfluss während des Hochwassers bildlich festzuhalten.