Vorsicht bei Werbung mit Preisvorteil

In einer aktuellen Entscheidung hat das OLG Hamm die Werbung eines Autoverkäufers mit einem pauschalen Preisvorteil von 4000€  für wettbewerbswidrig erachtet, da in der werbung nicht angegeben worden war, auf welchen konkreten Preis sich diese Ersparnis beziehe.

Demgegenüber sei die ebenfalls beanstandete Werbung mit einem Rabatt von 19 % vom Listenpreis nicht wettbewerbswidrig. Hier ist Bezugsgröße der „Listenpreis“. Nach der vom Senat angenommenen Verbrauchervorstellung sind darunter die „unverbindlichen Listenpreise“ der Automobilhersteller zu verstehen.

OLG Hamm, Urteil vom 15.12.2011, Az.: I- 4 U 31/11

Vorinstanz: LG Dortmund, Az.: 16 O 178/10